Wenn der PC Schnupfen hat - IT Sicherheit
Sicher und sorgenfrei durch das Internet mit ein paar Tipps von uns.
Sicher und sorgenfrei durch das Internet mit ein paar Tipps von uns.
Heute wollen wir uns mit einem Thema befassen, dass immer wichtiger wird und auch immer mehr Schlagzeilen macht – Computer Sicherheit. Aktuelle Studien zeigen, dass sich die Cyber Kriminalität immer weiter ausbreitet. Wurden im Jahr 2002 noch 600 Delikte registriert bewegten wir uns bereits im 1. Quartal 2011 im mittleren vierstelligen Bereich.
Auch sogenannte physische Attacken auf IT Systeme nehmen immer mehr zu, so wurden alleine in Wien vergangenes Jahr beinahe 400 Smartphones gestohlen. Immer mehr Bekanntheit erreicht auch Anonymous mit seinen weltweiten Aktionen für Datenschutz und Privatsphäre.
Welche Schädlinge gibt es?
Neben den bekannten Viren & Trojaner, findet sich immer häufiger Mal- & Spyware auf unseren Rechner ein. Hacker und Phishing Services wollen unser Konto plündern. Wäre das schon genug, will uns auch noch der klassische Diebe ans reale Notebooktaschen Leder.
Viren infizieren das System um Schaden anzurichten.Trojaner sind ähnlich, verstecken sich jedoch unbemerkt in Programmen, und warten bis ihre Zeit gekommen ist. Auch zielen sie meist darauf ab, das System an sich in seiner Stabilität zu behindert, oder anderen Schädlingen den Weg zu ebenen.
Mal- & Spyware möcht das System in erster Linien nicht schädigen, sie wollen unsere Daten: Bankdaten, Kontonummern, Passwörter, Kundendaten, Nutzungsverhalten etc. etc. etc.
Phishing ist schon etwas gezielter. Eventuell habt ihr eure E-Mailadresse bei einem Gewinnspiel angegeben. Nun bekommt ihr E-Mails von eurer Bank in schlechtem Deutsch (oder English), mit der Aufforderung eure Bank- und Zugangsdaten anzugeben – am nächsten Tag ist das Konto noch leerer als vorher. Genau das ist Phishing, das Fälschen von Informationen in E-Mails und auf Websites zum Sammeln von Daten.
Hacker sind dann quasi das personifizierte Böse, sie nutz all diese Techniken um in euer System einzudringen. Knacken Accounts, klauen Daten, verkaufen diese, oder legen System einfach mit gezielten Angriffen lahm.
Diebe sind da noch das fassbarst aller Übel, die schnappen sich in der vollen Straßenbahn euer Smartphone und verwinden in der Menge – blöd nur, dass ihr unsere Tipps befolgt, und er in kürze mit eurem Phones nichts mehr anfangen kann.
Wo kommen diese Dinger eigentlich her?
Wenn ihr euch im Internet bewegt werden ständig Daten ausgetauscht und auf eurem Gerät gespeichert. Egal ob ihr nur eine Suche startet oder eine Datei bewusst herunterladet. Die Schadsoftware wird entweder in den Datenstrom eingeschleust, oder befindet sich in einer der heruntergeladenen Dateien.
Im Beispiel meiner Bekannten, braucht man sich dann nicht wundern, wenn man eine solche Seite öffnet, das nach dem Download des vermeintlichen Fotos der Bildschirm schwarz wird. Wo wir beim nächsten Punkt wäre:
Brennende Mauern
Firewalls sind quasi die Mauern unserer Festung, daher auch der Name. Firewalls dienen dazu, bekannte Schädling erst gar nicht an unser System zu lassen, und sie direkt vor den Toren unseres Netzwerks auszusperren.
Software Firewalls könnt ihr euch einfach installieren, man kann sie kaufen, aber für uns Studenten ist natürlich gratis am besten. Für Windows 7 reicht die Windows Firewall völlig aus, wer dem nicht vertraut, der sollte sich wohl mal diese hier (Freeware findet sich rechts) ansehen.
Gegen Viren und Spione
Jetzt geht es darum, auch innerhalb unserer Mauern für Sicherheit zu sorgen. Anti-Viren-, Mal-, und Spyware Software sorgt genau dafür. In diesem Bereich gibt es auch wieder spitzen gratis Tools. Für Windows Anwender bietet Microsoft selbst mittlerweile eine großartige Palette an Software. Darunter Microsoft Security Essentials, das sich eigentlich um alles kümmert, und immer up-to-date hält so lange man die Windows Updates aktiviert.
Eine gute Alternative zum Microsoft Produkt wäre zum Beispiel Avast Free Antivirus. Sie schützt jedoch nur gegen Viren, nicht gegen Mal- und Spyware. Dazu benötigt bringen euch dann entweder der Windows Defender oder “Spybot – Search & Destroy”.
Kontrolliert unbedingt ob die Programme sich laufend mit Updates versorgen, sonst ist jeder Schutz irgendwann nutzlos. Meistens findet man entsprechende Optionen unter den Einstellungen oder wird direkt bei der Installation danach gefragt.
Wichtig auch, installiert immer nur eine private Firewall, ein Anti-Virus, Anti-Spyware bzw. Anti-Malware Tool, sonst kann es zu Problemen und Fehlalarmen kommen. Ich empfehle hier für Windows eindeutig die Microsoft Security Essentials weil sie eben alles bieten, einfach zu verwalten sind, und unkompliziert funktionieren, als Firewall reicht die Windows 7 eigene Firewall voll und ganz.
Hacking & Passwörter
Wenn ein Hacker euer System knacken möchte, dann schafft er es. Man muss leider sagen, das kaum eine private Software wirklich gute Hacking Angriff wirklich effektiv abwehren kann. Passwörter sind quasi die letzte Bastion vor dem Feind.
Deswegen: Gebt niemanden euer Passwort, versendet es nicht per E-Mail, SMS, oder Facebook etc. Mein Empfehlung wäre hier auch auf Passwortwebsites wie LastPass.com zu verzichten. Es ist irgendwie komisch sich für jeden Dienst ein Passwort aus Sicherheitsgründen zu überlegen, und diese dann einem einzigen Dienst zu übergeben.
Wie man gute Passwörter erstellt und auch merkt, erklärt euch am besten mein “Kollege” (darf ich Kollege schreiben? egal :)) Georg Binder vom Windowsblog.
Physische Sicherheit
Hier will ich nur sagen, nutzt die Passwortfunktionen eurer Geräte. Wenn euch das Gerät wirklich gestohlen wird, dann kann der Dieb wenig damit anfangen – es reicht schon ein vierstelliger Code. Auch Notebooks können mit einer effektiven Verteidigung ausgestattet werden – BIOS Passwörter. Das System ist dann für die meisten Diebe völlig wertlos. Klebt auf eure Geräte eure Adresse, vielleicht schmeißt der frustrierte Dieb das Device weg und die Polizei kann euch dann kontaktieren.
Moderne System wie das Windows Phone könnt ihr auch selbst via Internet orten, oder sogar aus der Ferne löschen. Leider ist das Windows bisher eines der wenigsten Systeme, dass solche Funktionen bietet, andere Hersteller ziehen dabei aber sicher bald nach.
Äpfel können auch Würmer haben
Appel Macs und Linux System gelten als Schädlings resistent, dem ist aber nicht so. Mit der steigenden Verbreitung von Macs steigt vor allem für sie das Risiko angegriffen zu werden. Linux System ähnlich wie Windows werden häufig in Unternehmen eingesetzt, daher lohnt sich hier für Hacker aktiv zu werden – was wäre da ein besseres Übungsgelände als ein Privatbenutzer?
Aber keine Sorge für beide System gibt es natürlich auch entsprechende Sicherheitstechnologie! Und zumindest Apple biete von Fall zu Fall Sicherheitsupdates an oder baut entsprechende Schutzmaßnahmen in sein Betriebssystem ein.
Brain.exe
Wohl am wichtigsten, bleibt in Sicherheitsfragen immer up-to-date, versucht euch darüber zu informieren – natürlich müsst ihr keine Sicherheitsexperten sein, und auch nicht gleich IT Security studieren, aber zumindest die Grundlagen sollten euch bewusst sein. Haltet immer die Augen offen, vertraut eure
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