Protest gegen griechische Universitätsreform
Tausende Studierende auf den Straßen Athens
Tausenden Studiernde machten auf Athens Straßen ihrem Unmut Luft.
In Griechenland haben am Donnerstag tausende Studierende, Taxifahrer und Krankenhausangestellte gegen Sparmaßnahmen der Regierung protestiert. In Athen machten nach Schätzung von AFP rund zweitausend Studierende ihrem Unmut über die im August vom Parlament beschlossene Universitätsreform Luft. Sie soll griechische Abschlüsse an das europäische System angleichen, öffnet die Fakultäten für den Arbeitsmarkt, gibt ihnen die Möglichkeit privater Finanzierung und soll die Mitbestimmung der Studentenorganisationen in der Universitätsverwaltung beenden.
Ein weiterer Grund für die Proteste ist die Abschaffung des griechischen Universitätsasyls, welches die Verfolgung durch die Polizei auf den griechischen Universitätsgeländen verhinderte. Die Studierenden bezeichneten den Gesetzentwurf als Betrug und skandierten "Der ständige Kampf ist die Antwort an das Bildungsministerium". Rund 300 Fakultätsabteilungen werden derzeit von aufgebrachten Studenten besetzt.
Weitere Streiks
Ebenfalls einen Streik begannen am Donnerstag Krankenhausangestellte, dieser sollte 48 Stunden dauern. Die Taxiunternehmer, die schon im Juli drei Wochen lang gestreikt hatten, kündigten einen weiteren 24-stündigen Streik für kommenden Samstag an. Zudem verkündeten die Gewerkschaft der Zöllner und Steuerbeamten sowie die Gewerkschaft der Müllarbeiter einen Streik für Anfang der kommenden Woche. Die griechische Regierung hatte am Dienstag das Tempo der Reformen und Privatisierungspläne erhöht, nachdem die Europäische Union und der Internationale Währungsfonds vergangene Woche Verzögerungen bei der Umsetzung von Strukturreformen bemängelt hatte
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