Studiengebühren: ÖH gegen Van der Bellen
Bei der Grünen hängt der Haussegen schief, die ÖVP Unterstütz den Vorschlag. Gras: Soll sich bei der ÖVP bewerben.
Die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH) ist vom Studiengebühren-Vorstoß des Ex-Grünen-Chefs Alexander Van der Bellen enttäuscht. Die Abschaffung 2008 sei kein Fehler sondern eine richtige Entscheidung gewesen, hieß es am Samstag in einer Aussendung. Bei den Grünen gab man sich auf APA-Anfrage gelassen. Es handle sich um eine Einzelmeinung, die Position der Grünen gegen die Einführung von Studiengebühren sei völlig klar, so ein Sprecher.
Janine Wulz vom ÖH Vorsitzteam bezeichnete Van der Bellens Forderung als enttäuschend. Er solle sich für die Ausfinanzierung der Hochschulen durch den Bund einsetzen, anstatt Studierende schröpfen zu wollen. Noch deftiger formulierte es Lea Laubenthal von den Grünen und Alternativen StudentInnen (GRAS): "Wenn sich Van der Bellen in dieser zentralen Frage von den Grünen Grundsatzpositionen verabschiedet, sollte er sich wohl besser überlegen, die Partei zu verlassen und sich bei der ÖVP als Nachfolger eines rücktrittsreifen Wissenschaftsministers mit zweifelhaftem Verhältnis zur Verfassung zu bewerben. Die Anbiederung hat ja scheinbar schon begonnen."
Zustimmung kam aus der ÖVP. "Die Aussage des Wiener Sonderbeauftragten für Universitäten ist ein wichtiges Signal, das ich sehr begrüße", so Wissenschaftssprecherin Katharina Cortolezis-Schlager, die an die SPÖ appellierte, ihre Blockade für inhaltliche Gespräche aufzugeben. Auch BZÖ-Wissenschaftssprecher Rainer Widmann sprach sich für eine Koalition der Vernunft aus und kündigte eine entsprechende Initiative an.
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