Bildungsprotest in Rom
Bei Schüler- und Studentenprotesten in Rom kommt es Zu Gewalt.
Bei einer Studenten- und Schülerdemonstration in Rom ist es am Donnerstag zu Handgreiflichkeiten gekommen. Die Polizei griff ein, um die unweit des Bahnhofes Tiburtina versammelten Demonstranten daran zu hindern, in Richtung Stadtzentrum zu ziehen. Die Demonstranten hatten von der Polizei nicht die Genehmigung erhalten, in der Innenstadt zu demonstrieren. Mehrere Demonstranten versuchten, die Polizeisperren zu durchbrechen, die Polizei reagierte mit Knüppelschlägen.
"Schande, Schande!", riefen die Demonstranten gegen die Polizei. Der Protest richtete sich gegen eine umstrittene Bildungsreform der Regierung von Ministerpräsident Silvio Berlusconi und gegen die Einsparungen, die das Kabinett zur Eindämmung der Schuldenkrise plant. Streiks und massive Protestaktionen belasten das schwerverschuldete Italien. Unter dem Druck der akuten Krise, die die Regierung zu neuen Sparmaßnahmen zwingt, sind in den nächsten Tagen massive Kundgebungen und eine Streikwelle vorgesehen. Die Streiks werden mehrere Wirtschaftsbereiche betreffen, darunter der Bahnverkehr und das Schulwesen.
Am kommenden Samstag ist eine Großdemonstration in Rom gegen die Regierung Berlusconi geplant, zur der die stärkste Oppositionskraft im Land, die Demokratische Partei (PD), aufruft. Hunderttausende Menschen werden sich laut den Organisatoren an der Protestkundgebung beteiligen. 14 Sonderzüge, zwei Schiffe und über 700 Busse werden Demonstranten aus ganz Italien zum "Fest der Demokratie" in Rom führen. Die Kundgebung auf dem Platz vor der Lateranbasilika wird von Italiens Oppositionschef Pierluigi Bersani angeführt. Erwartet werden auch der sozialistische Herausforderer von Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy, Francois Hollande, und SPD-Chef Sigmar Gabriel.
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