Studentenproteste in Dublin
Die Iren gehen gegen höhere Studiengebühren und Beihilfenkürzungen auf die Straße. Die Regierung spricht von ökonomischen Zwängen.
Gegen die Erhöhung der Studiengebühren und gleichzeitige Kürzung der Beihilfen gehen heute Studierende in der irischen Hauptstadt Dublin auf die Straße .Zu den Protesten, die von der irischen Hochschülerschaft USI organisiert werden reisen Studierende aus dem ganzen Land in Bussen an. Organisatoren und Polizei erwarten bis zu 50.000 Demonstranten. Das Polizeiaufgebot ist groß, den Beamten sind die Proteste vom letzten Jahr, bei denen es Ausschreitungen mit Stöcken und Steinen, sowie einen Angriff einer Splittergruppe auf das Finanzministerium gegeben hat, noch in guter Erinnerung.
Gebrochene Wahlversprechen
Irische Studierende müssen bereits 2.000 Euro pro Jahr an Beiträgen zahlen, die allerdings nicht „Studiengebühren“ heißen. Das ist das Doppelte der von Wissenschaftsminister Töchterle vorgeschlagenen Gebühren-Obergrenze an österreichischen Unis. Irland steckt derzeit tief in der Krise, ein Umstand der maßgeblich zur Abwahl der konservativen Regierung im Vorjahr geführt hat. Ruairi Quinn, der sozialdemokratische Bildungsminister der mitte-links Kolaition hatte im Wahlkampf versprochen weder Gebühren oder Steuern zu erhöhen, noch Beihlifen zu kürzen. Die Universitäten fordern jährliche Gebühren in Höhe von 5.000 Euro und ein Darlehensystem. Quinn sagt auf Anfrage der “Irish Times” er wolle keine weiteren Versprechungen machen um niemanden “in die Irre zu führen". Er verweist auf ökonomische Zwänge, es gäbe keinen Spielgraum im Budget, das in Kürze präsentiert wird.
Bildungsminister Quinn: will mit Versprechungen niemanden in die Irre führen.
College, Auswanderung oder Arbeitslosigkeit
Michael Murphy, Rektor der Universität Cork sagte gegenüber der Zeitung, die Irishen Unis seien ohne ausreichende finanzielle Basis dem Untergang geweiht. Jene, die am meisten von höherer Bildung profitieren, sollten auch die Kosten tragen. Er warnt vor einem “Brain Drain”, dem Abwandern der besten Köpfe aus Irland. Dieses Problembewusstein gibt es auch auf Seite der Demonostrnaten. Derzeit gäbe es für Junge Leute drei Optionen, sagt USI-Vorsitzender Gary Redmond, nämlich College, Auswanderung oder Arbeitslosigkeit. Redmond zieht jedoch andere Schlüsse: “jede Erhöhung der Gebühren oder Kürzung der Beihlifen würde tausende junge Menschen vom Studium ausschließen".
Kredite fast unmöglich zu bekommen
Diese Befürchtung teilt auch Ronan Keogh, Student des Bauingenieurwesens am Dublin Institure of Technology. Ohne Erhöhung der Beihilfen würden viele Studierende nicht in der Lage sein die erhöhten Gebühren zu bezahlen, sagt er im Telefongespräch mit dem studiKURIER. Wie die meisten seiner Kollegen ist auch Ronan von der finanziellen Hilfe seiner Eltern abhängig. Beihilfen, die sich am Einkommen der Eltern orientieren, decken zwar derzeit die Studiengebühren ab, würden sie gekürzt, stünden viele Familen vor Problemen. Dazu kommt noch eine weiter Schwierigkeit: “In der derzeitigen Wirtschaftslage ist es für junge Leute fast unmöglich einen Kredit zu bekommen,” sagt Ronan. Auch die Gefahr des Brain-Drain bestätigt der Student, macht aber die Arbeitsmarktsituation dafür verantwortlich. “Um in Irland einen Job zu bekommen, musst du schon die richtige Leute kennen. Im Ausland ist das mit einer guten Ausblidung einfacher. Ich selbst überlege nach dem Studien eine Zeit lang wo hin zu gehen, wo es sonnig ist.”
Honrig, aber für viele nicht leistbar: Trinity College in Dublin.
"Die meisten sind in Australien"
Der Ire Dylan G. lebt und arbeitet schon seit acht Jahren in Österreich und hat nun ein Studium an der wiener Uni für Bodenkultur begonnen. Eine Möglichkeit, die er in Irland nicht hätte, sagt er gegenüber studiKUIER. Bereits sein Vater hatte alle akademische Vorraussetzung für ein Studium am honrigen Trinity College erfüllt, finanzierbar war das für die Familie aber nicht. Auch Dylan sagt, er könnte sein Studium nicht in der Heimat fortsetzen. "Ein Job, bei dem ich zwei bis fünftausend Euro für Gebühren zusätzlich zum laufenden Unterhalt verdienen könnte, ist in Dublin derzeit nicht zu finden," sagt er. Angesprochen auf Jobaussichten für Absolventen in Irland und die Gefahr des Brain-Drain muss Dylan lachen: "Die meisten meiner Freunde mit Degrees sind jetzt in Australien."
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Facebook her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Facebook übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Google her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Google übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu Twitter her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Twitter übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu AddThis her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Twitter übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
ZWEI KLICKS für mehr Datenschutz! Der 1. KLICK stellt die Verbindung zu AddThis her. Für die Empfehlung ist ein 2. KLICK notwendig. So können ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Twitter übertragen werden. Details siehe i-Button.
-
Auf allen Internet-Seiten, wo Like-it-Buttons standardmäßig eingebunden sind, werden ständig und ohne Zutun der User Daten an Facebook übertragen. Das bedeutet: Auch wenn Sie noch gar keinen Like-It-Button geklickt haben, wird unter anderem die URL der besuchten Seite, aber auch eine Kennung, die zumindest bei dort angemeldeten Nutzern direkt mit einer Person verknüpfbar ist, an die Betreiber gesendet. Damit lassen sich (anonymisierte) Surfprofile der Nutzer erstellen.
Auch wenn das in der Regel zu keinem Problem führt, ist das mit dem in unseren AGBs formulierten Versprechen, mit Ihren Daten so sorgsam wie nur irgend möglich umzugehen, nicht vereinbar. Daher werden auf studiKURIER.at sämtliche Verbindungen zu Social-Media-Plattformen nicht automatisch sondern mit einer Zwei-Klick-Lösung realisiert. Die Verbindung zu Facebook & Co wird erst durch aktives Klicken der Buttons hergestellt. Für die eigentliche Empfehlung ist dann ein zweiter Klick nötig. Zugegeben: Das bedeutet einen geringen Komfortverlust. Dafür können Sie aber - egal ob Sie unsere Social-Media-Angebote nutzen oder nicht - absolut sicher sein, dass ohne Ihre Zustimmung keine Daten an Dritte ertragen werden.
Beim Aktivieren der Buttons werden Sie - wenn Sie nicht bereits auf Ihrer Social-Media-Plattform eingeloggt sind - in einem neuen Fenster zur Anmeldung aufgefordert. In diesem Fall wird ein Cookie auf Ihrem Rechner platziert und Ihre Empfehlung an die jeweilige Social-Media-Plattform übertragen. Welche Nutzer dort diese Empfehlung sehen können, hängt von den Privatsphäre-Einstellungen ab, die Sie im Profil der jeweiligen Social-Media-Plattform getroffen haben.









Kommentare werden geladen...