Chile: Deonstrationen in Santiago

Studierende fordern öffentliche Gelder für die Hochshschulen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.

In Santiago de Chile haben sich am Freitag erneut rund 10.000 Studenten an Protesten gegen die Bildungspolitik der Regierung beteiligt. Die Kundgebung verlief im wesentlichen friedlich, allerdings gab es am Rande der Proteste Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen vermummte Demonstranten ein, die Steine und andere Gegenstände warfen. Ein Verdächtiger, der ein Luftdruckgewehr bei sich trug, wurde festgenommen. Am Vortag hatte es bereits ähnliche Kundgebungen in Valparaiso, dem Sitz des Parlaments, gegeben.

In Santiago de Chile haben sich am Freitag erneut rund 10.000 Studenten an Protesten gegen die Bildungspolitik der Regierung beteiligt. Die Kundgebung verlief im wesentlichen friedlich, allerdings gab es am Rande der Proteste Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen vermummte Demonstranten ein, die Steine und andere Gegenstände warfen. Ein Verdächtiger, der ein Luftdruckgewehr bei sich trug, wurde festgenommen. Am Vortag hatte es bereits ähnliche Kundgebungen in Valparaiso, dem Sitz des Parlaments, gegeben.
EPAepa03008265 Police detained a demonstrator during a student rally in Santiago de Chile, Chile, 18 November 2011, which is the 42nd rally since they began last May. Students, parents association and union members attended the rally.  EPA/Felipe Trueba

Bildungsreform gefordert

Die Studenten in Chile fordern seit Monaten eine Bildungsreform und mehr Geld für Schulen und Universitäten im kommenden Haushalt. Im Oktober hatten sie ihre Proteste gegen ungleiche Bildungschancen wieder aufgenommen, nachdem Gespräche mit der Regierung gescheitert waren. Die sozialistische Opposition bescheinigte der Regierung inzwischen den Willen zu Gesprächen, beklagte aber zugleich einen Mangel an Investitionsbereitschaft. Die Probleme im chilenischen Bildungswesen gehen zum Teil auf die Diktatur in den 1980er Jahren zurück, als der Staat im öffentlichen Bildungswesen sparte.

Autor: APA, AFP, zuletzt geändert: 19.11.2011 17:17
 
Postings

Kommentare werden geladen...