Chile: Deonstrationen in Santiago
Studierende fordern öffentliche Gelder für die Hochshschulen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein.
In Santiago de Chile haben sich am Freitag erneut rund 10.000 Studenten an Protesten gegen die Bildungspolitik der Regierung beteiligt. Die Kundgebung verlief im wesentlichen friedlich, allerdings gab es am Rande der Proteste Auseinandersetzungen mit der Polizei. Diese setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen vermummte Demonstranten ein, die Steine und andere Gegenstände warfen. Ein Verdächtiger, der ein Luftdruckgewehr bei sich trug, wurde festgenommen. Am Vortag hatte es bereits ähnliche Kundgebungen in Valparaiso, dem Sitz des Parlaments, gegeben.
Bildungsreform gefordert
Die Studenten in Chile fordern seit Monaten eine Bildungsreform und mehr Geld für Schulen und Universitäten im kommenden Haushalt. Im Oktober hatten sie ihre Proteste gegen ungleiche Bildungschancen wieder aufgenommen, nachdem Gespräche mit der Regierung gescheitert waren. Die sozialistische Opposition bescheinigte der Regierung inzwischen den Willen zu Gesprächen, beklagte aber zugleich einen Mangel an Investitionsbereitschaft. Die Probleme im chilenischen Bildungswesen gehen zum Teil auf die Diktatur in den 1980er Jahren zurück, als der Staat im öffentlichen Bildungswesen sparte.
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