Indonesischer Student in Flammen
Versuchte Selbstverbrennung aus Protest. Student überlebt mit schweren Verbrennungen.
Offenbar aus Protest gegen die Regierung in Indonesien hat sich in der Hauptstadt Jakarta ein junger Mann selbst angezündet. Der 22-jährige Student starb am Samstag im Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher am Sonntag sagte. Er habe sich bei dem Vorfall am Mittwoch fast am ganzen Körper Verbrennungen zugezogen.
Regierungskritischer Protest
Medienberichten zufolge hatte sich der Mann in der Nähe des Präsidentenpalastes mit Benzin übergossen und angezündet und war dann auf eine Plakatwand mit einem Porträt von Präsident Susilo Bambang Yudhoyono zugelaufen. Augenzeugen sagten der Zeitung "Jakarta Globe", der Mann habe regierungskritische Parolen gerufen. Der Polizeisprecher sagte dagegen, es sei "nicht möglich", Angaben über sein Motiv zu machen.
Demokratie seit 1999
Es handelt sich möglicherweise um die erste Selbstverbrennung in Indonesien. Angesichts von Korruption und Missmanagement in der drittgrößten Demokratie der Welt ist die Beliebtheit von Präsident Yudhoyono zuletzt gesunken. Indonesien ist erst seit dem Ende der Suharto-Diktator 1999 eine Demokratie. Yudhoyono ist seit 2004 Jahren der erste direkt gewählte Präsident des mit 240 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichsten muslimischen Landes der Erde.
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