Aus für politische Bildungs-Professur
Nach nur drei Jahren wird die Professur für politische Bildung nicht nachbesetzt.
Nach drei Jahren soll die österreichweit erste und einzige Professur für Didaktik der Politischen Bildung an der Universität Wien geschlossen werden. Wie die Uni am Dienstag gegenüber der APA angab, habe man sich "intensiv bemüht", die Professur zu besetzen, werde sie nun aber in Abstimmung mit der Fakultät Philosophie und Bildungswissenschaft nicht neu ausschreiben. In einer Aussendung wertet der Vorstand der IG Politische Bildung (IGPB) das als "schweren Rückschlag für die politische Bildung" und fordert den Fortbestand oder die Übersiedelung im Rahmen der Reform von Lehramtsstudiengängen.
Mängel in der Lehrerausbildung
2008 gegründet, sollte die damals auf zwei Jahre befristete Professur Methoden zur Vermittlung von Politischer Bildung an Schulen untersuchen und Lehrer besser vorbereiten. Die Bedeutung der Professur ergebe sich "aus den erheblichen Mängeln in der wissenschaftlichen Grundlegung politischer Bildung in Österreich", vor allem im Bereich der Lehrerausbildung, so die IGPB in einer Stellungnahme. Auch über die Universität hinaus sei sie "für die Entwicklung der politischen Bildung in Österreich von großer Wichtigkeit".
Entwicklungsplan
Dass die Einrichtung im Rahmen der Demokratieinitiative der Regierung vom Wissenschaftsministerium zusätzliche Mittel erhalten hatte, schürte die Erwartung, "dass die Universität Wien über eine zweijährige Startphase hinaus für eine dauerhafte Einrichtung und Besetzung der Professur sorgen würden". Wie nun aus dem Entwurf des Entwicklungsplans der Uni von 2013 bis 2015 hervorgeht, wird es dazu vorerst nicht kommen.
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