Gudenus: "Linker Faschismus pur"
Der Klubobmann der Wiener FPÖ, Johann Gudenus, verteidigt den WKR-Ball. Die Proteste seien eine bloße Hatz gegen Burschenschafter.
KURIER: Sie sind Mitglied der Burschenschaft Vandalia. Wann haben Sie die letzte Mensur gefochten?
Johann Gudenus: Das ist schon über zehn Jahre her.
Und wie viele Schmisse haben Sie davongetragen?
Der einzige Schmiss an meinem Kopf stammt von einem Glaswurf am Opernball im Vorjahr. Das Klima, dem wir uns ausgesetzt sehen, wird ja immer rauer.
Werden Sie den WKR-Ball heuer wieder besuchen?
Ja, so wie in den Vorjahren.
Sie sitzen im Ehrenkomitee. Ist das mit der Funktion eines Klubobmanns vereinbar? Der Ball ist Bühne für Holocaust-Leugner wie Bruno Gollnisch, Mitglied des Front National, der rechtskräftig verurteilt wurde.
Es ist ein traditionsreicher Ball. Wie bei jeder Großveranstaltung kann man nicht für jeden die Hand ins Feuer legen. Bei dem Ball geht es gesittet zu. Bei den Gegendemos gibt es die Randale.
Am Tag des Balls jährt sich die Befreiung des KZ Ausschwitz. Werden Sie auch diesem Tag gedenken?
Nein. Wir haben Landtagssitzung. Wenn der Präsident des Landtags offizielle Worte hierzu findet, wäre das gut. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich der Holocaust-Opfer gedenke.
Ja, so wie in den Vorjahren.
Sie sitzen im Ehrenkomitee. Ist das mit der Funktion eines Klubobmanns vereinbar? Der Ball ist Bühne für Holocaust-Leugner wie Bruno Gollnisch, Mitglied des Front National, der rechtskräftig verurteilt wurde.
Am Tag des Balls jährt sich die Befreiung des KZ Ausschwitz. Werden Sie auch diesem Tag gedenken?
Nein. Wir haben Landtagssitzung. Wenn der Präsident des Landtags offizielle Worte hierzu findet, wäre das gut. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich der Holocaust-Opfer gedenke.
Ist der 8. Mai 1945, der Tag der Kapitulation Hitler-Deutschlands, für Sie ein Tag der Befreiung oder der Niederlage?
Ein Tag der Befreiung vom Nazi-Joch. Es ist ein Gedenken an Holocaust-Opfer, an Verfolgte, an Kriegsopfer. In der Hoffnung, dass so etwas nie wieder stattfindet.
FPÖ-Granden wie Martin Graf wollen das Sacher oder die Casinos boykottieren, weil diese in der Hofburg-Holding sitzen und den Ball künftig aus der Hofburg verbannen wollen.
Was meinen Sie konkret?
FPÖ-Parteilokale werden beschmiert. Für Samstag wird zu „Burschi-Safaris“ aufgerufen – es soll also Jagd auf Menschen gemacht werden. Stellen Sie sich vor, der Ring Freiheitlicher Jugend würde Ähnliches tun! Der Sturm der Entrüstung wäre enorm – zu Recht.
Profitiert die FPÖ nicht selbst von dem Wirbel?
Dafür kann ich nichts. Die Linken sind ja nicht auf Bestellung so, wie sie sind. Wir haben sie nicht gerufen.
Machen Sie es sich nicht zu einfach? Muss nicht auch die FPÖ eine Abrüstung der Worte betreiben?
Natürlich. Aber das sollte jeder machen. Die anderen Parteien brauchen sich nicht abputzen. Gewisse Formulierungen sind aber einfach notwendig, um Missstände aufzuzeigen.
Ist der 8. Mai 1945, der Tag der Kapitulation Hitler-Deutschlands, für Sie ein Tag der Befreiung oder der Niederlage?
Ein Tag der Befreiung vom Nazi-Joch. Es ist ein Gedenken an Holocaust-Opfer, an Verfolgte, an Kriegsopfer. In der Hoffnung, dass so etwas nie wieder stattfindet.
FPÖ-Granden wie Martin Graf wollen das Sacher oder die Casinos boykottieren, weil diese in der Hofburg-Holding sitzen und den Ball künftig aus der Hofburg verbannen wollen.
Es ist schade, wenn sich renommierte Firmen in Geiselhaft des linken Mobs nehmen lassen. Der einzige Unterschied zwischen Linken und Faschisten ist die fehlende Uniform. Das ist linker Faschismus pur.
Was meinen Sie konkret?
FPÖ-Parteilokale werden beschmiert. Für Samstag wird zu „Burschi-Safaris“ aufgerufen – es soll also Jagd auf Menschen gemacht werden. Stellen Sie sich vor, der Ring Freiheitlicher Jugend würde Ähnliches tun! Der Sturm der Entrüstung wäre enorm – zu Recht.
Profitiert die FPÖ nicht selbst von dem Wirbel?
Dafür kann ich nichts. Die Linken sind ja nicht auf Bestellung so, wie sie sind. Wir haben sie nicht gerufen.
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Natürlich. Aber das sollte jeder machen. Die anderen Parteien brauchen sich nicht abputzen. Gewisse Formulierungen sind aber einfach notwendig, um Missstände aufzuzeigen.
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