Zentrum für Lehrerbildung an Uni Wien
Der Entwicklungsplan wurde abgesegnet. Die Uni Wien setzt einen Schwerpunkt auf Lehrerbildung.
Bereits mehrfach hat Rektor Heinz Engl betont, die Universität Wien zur "Trägerorganisation" der neuen Pädagogenausbildung machen zu wollen. Mit der Ankündigung eines eigenen "Zentrums für LehrerInnenbildung" findet sich nun ein erster konkreter Schritt in diese Richtung im Entwicklungsplan der Universität, der Ende vergangener Woche vom Uni-Rat einstimmig genehmigt wurde. Wie die Uni am Mittwoch in einer Aussendung bekanntgab, soll die Einrichtung "als zentrale Stelle in allen Fragen der LehrerInnenbildung fungieren und auch die Kooperation mit anderen Einrichtungen als Aufgabenbereich haben".
Schwerpunkt auf Lehramt
Da politische Entscheidungen zur gemeinsamen Lehrerausbildung "noch ausstehen", wolle die Uni einen "besonderen Schwerpunkt" auf die Weiterentwicklung der Ausbildung legen und "selbst Schritte zur Verbesserung der Organisation" setzen. Mit 26 Unterrichtsfächern biete sie ein breites Fächerspektrum an und stelle die "größte Einrichtung für LehrerInnenbildung in Österreich" dar.
Engls positive Bilanz
Die Einrichtung des Zentrums ist Teil der Strategieplanung "Universität Wien 2015", im Rahmen derer die Uni ihre Zielsetzungen und Herausforderungen der kommenden Jahre formuliert. Rektor Engl sieht dabei vor allem "die Verbesserung der quantitativen Betreuungsverhältnisse und das Halten der internationalen Forschungsreputation" als "zentrale Themen" an. Die Uni habe sich dank ihrer Autonomie in den vergangenen Jahren positiv entwickelt, aber "um die steigenden Anforderungen auch weiter bewältigen zu können, muss die bestehende Finanzierungslücke über die Leistungsvereinbarungen geschlossen werden". Die Zahl der Studierenden ist im vergangenen Studienjahr von 88.000 auf 91.000 gestiegen, zehn Prozent mehr machten einen Abschluss.
Studienplatzfinanzierung
Als "zentrale Anliegen" für die nächste Leistungsvereinbarungsperiode (2013 bis 2015) werden die Umsetzung der Studienplatzfinanzierung sowie die Verbesserung der Infrastruktur, wie sie im Hochschulplan des Wissenschaftsministeriums vorgesehen ist, genannt. Zudem solle die Uni im Drittmittel- und Innovationsbereich sowie bei der Nachwuchsförderung weiter gestärkt und das "zukunftsweisende Studienangebot" weiterentwickelt werden.
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